Michael Strauß und seine Pappe-n-heimer – oder: Seht doch, was ihr wollt!

Bild-, Audio- und Schriftmontage

Also – insofern mache ich jetzt etwas, was ich noch nicht gemacht habe: Die folgende Fotostrecke bringt im Wesentlichen die Werke von Michael Strauß; die Besucher sind lediglich am Rande interessant; der Text der Laudatio – vom Künstler Michael Strauß selbst gehalten – ist recht lang, aber auch sehr interessant. Daher liegt der Fokus auf atmosphärischen Bildern der Kunstwerke aus dem Kunstverein Gütersloh in Verbindung mit seinem Text. Der Text liegt als Lesetext vor – und gleichzeitig als mp3-Datei zum Parallel-Hören.

Viel Spaß beim Schauen, Lesen und Hören. Bitte klicken:

„Also, und insofern – insofern mache ich jetzt was, was ich sonst nicht mache – ich wiederhole mich mal …, ich nehme Bezug auf eine andere Ausstellung, die ich mal gemacht habe, und wo ich an den Anfang auch was gestellt habe, nämlich so ein bisschen die Idee „was ist eigentlich Kunst“? Gibt es hier Menschen, die kunstinteressiert sind? Ist hier jemand kunstinteressiert?“

Gelächter aus dem Publikum …

„Wer kunstinteressiert ist, der macht sich ja manchmal so Gedanken, was Kunst eigentlich ist und woher Kunst eigentlich kommt. Jetzt mal so unter uns, im Ernst: Wer von Ihnen denkt, dass Kunst von Können kommt? Na? Naaa? Da ist einer, na? Na, noch mehr, noch mehr?“

Zwischenruf aus dem Publikum: „Auch, auch, auch von Können, auch von Können …“

„Ich hoffe, dass ich es schaffen kann, Sie von was Anderem zu überzeugen. So, natürlich haben wir heute nicht so viel Zeit, wir haben keine zwei, drei Stunden Zeit, was ich gerne haben würde, aber leider nicht und insofern  muss ich … nun bleib mal ganz ruhig da … und insofern muss ich verweisen auf den 4. Februar, wo dann eben hier noch ein Künstlergespräch stattfindet, und wir dann noch bestimmte Sachen bedienen können. Insofern will ich jetzt mal kurz Kunst definieren: Was ist Kunst? Haben sich alle schon Gedanken darüber gemacht – alle in drei Sätzen und Sie dürfen mir widersprechen: 

Satz eins – »Kunst ist immer etwas Gemachtes«, alle einverstanden? Von Menschen Gemachtes, einverstanden? Das bedeutet: Die Natur ist keine Kunst. Die Natur ist die Natur, der größte Schöpfer überhaupt, aber die Natur ist keine Kunst. O. K.? Gut. 

Zweite Definition, zweiter Satz: »Das Gemachte was Kunst ist, hat keinen praktischen Zweck, praktischen Zweck.« Das heißt, immer wenn es einen praktischen Zweck hat, dann ist es Design oder Illustration oder so etwas. 

Drittes: »Das Gemachte, was Kunst ist, was keinen praktischen Zweck hat, hat in erster Linie erst mal die Funktion, den Künstler dazu zu bringen, sich mit sich selbst, mit der Welt, mit seiner Wahrnehmung, mit seiner Vorstellung zur Welt, seiner Position zur Welt, seiner Position zu seiner Vorstellung zur Welt – und so weiter – auseinanderzusetzen.« O. K.? Gut? 

Das, was das Publikum daraus macht ist eine andere Sache. Und zwar zusammen mit mir. O. K.! Prima! Gut! Gut!“ 

Frage aus dem Publikum: „Was ist der Mensch?“ 

Michael Strauß: „Das ist eine tolle Frage – und diese Frage die können wir ganz einfach beantworten: Der Mensch ist eine Anordnung, eine Anzahl von biologisch funktionierenden Zellen mit bestimmten Funktionen, die insbesondere biochemisch funktionieren. Das ist die Antwort. Das …, um das …“ 

Einwand aus dem Publikum: „Was ist mit der Seele?“ 

„Jetzt kommt die Seele hier auch noch, ja, so, jetzt kommt der Punkt, wo ich das nicht ausufern lassen will, gerne, mehr zum Begriff der Seele und zum Begriff des Menschen am 4. Februar, mache ich. Gut, dann mache ich meinen … (?), was ist der Mensch, was ist die Seele? 

Letztens hat mich ein Freund besucht. Sagt der: „Ich hab’mich verliebt …“ Sag ich: „Hör mal, du bist 59, alter Sack, wie kannst du dich verlieben? Kann doch gar nicht sein …“ Sagt er: „Doch, hab’ ich gemacht…“ „Na, und wie fühlt sich das an?“ „Tolles Gefühl“, sagt er, „… so  Herzklopfen hab’ ich da …“ Sag ich: „Kein Problem, ich muss nur bei mir zuhause – ich wohne im fünften Stock – die Treppe hochstürmen, hab’ ich auch Herzklopfen …“ Sagt er: „Ja, das ist ja nicht nur Herzklopfen, da ist ja noch viel mehr als Herzklopfen, da sind so Flugzeuge im Bauch, so ein Kribbeln …“ „Sage ich „… kein Problem, ich wohne im fünften Stock, da mache ich das Fenster auf, gehe raus auf das Fenstersims, habe ich auch Kribbeln im Bauch, gar keine Frage …“  Sagt er: „Ja, aber es sei noch so ein angenehm wohlig warmes Gefühl …“ Sage ich „… kein Problem, nimm Autogenes Training und wenn ich oben da draußen auf dem Fensterbrett stehe mit meinem Kribbeln im Bauch, mit meinem Herzklopfen, das Sonnengeflecht ist strömend warm, ist sofort Wärme da, alles …(?) 

Kurz und gut,ne (?), werd’ ich bestätigt, hat mich nicht ganz verstanden, natürlich will ich auf was hinaus meine Damen und Herren, nämlich, tatsächlich, haben Sie schon mal versucht, das, was Sie an Empfindungen fühlen, oder das, was Sie an Gefühlen fühlen können, also nicht die Beschreibung, die Umschreibung des Gefühls, sondern die tatsächliche Beschreibung in Worte zu fassen? Sie werden feststellen meine Damen und Herren, dass das nicht geht. Dass in uns etwas ist, das können Sie für sich selber mal probieren – oder auch in einer Diskussion – oder am 4. Februar natürlich probieren hier, ja, dass wir tatsächlich über Gefühle sprechen können, dass wir über sowas wie Liebe reden können, um bei dem Beispiel meines Freundes zu bleiben, aber, wenn ich sage, ich verlieb’ (?) mich sehnlich danach, was denn diese Sehnsucht für mich bedeutet, wie sie sich denn in mir anfühlt, das kann ich Ihnen nicht verständlich machen. Jetzt gibt es natürlich in unserer Gesellschaft eine Instanz, die sich mit objektivierbaren Aussagen beschäftigt, nämlich die Wissenschaft, um bei dem Beispiel auch dieses netten Herren zu bleiben, der gerade … sind Sie Gütersloher?“ 

Der nette Herr: „Weltbürger!“

Michael Strauß: „Weltbürger, o. K. … (Lacher und klatschen aus dem Publikum …) …, um bei dem Beispiel Weltbürger zu bleiben, was ja auch menschlich ist …, und in dem Zusammenhang ist ja auch … 

Der nette Herr: „Haben Sie einen Schneider?“ 

 Michael Strauß: „Nein, habe ich nicht …, ist ja auch wichtig, vielleicht, wie gesagt, um auch bei dem Beispiel der Liebe zu bleiben, Mensch und Liebe, und wenn wir jetzt mal die Instanz der Wissenschaft befragen würden, was denn Liebe ist, dann könnten wir sicherlich, wenn wir in die Psychologie gehen eine andere Antwort bekommen, als wenn wir also in die Neurowissenschaft gehen – und so weiter – Zwischenruf: „Theologie! – ich würde – die Theologie, wobei – ob die Theologie – ob das eine Wissenschaft ist, bin ich noch vorsichtig, das lassen wir im Augenblick weg – könnte man vielleicht ja sogar sagen, Liebe ist nichts anderes, als biochemische Aktivität im neuronalen Netzwerk unseres Gehirns.“ 

Lacher aus dem Publikum … 

 Michael Strauß: „Meine Dame hier, mit dem … entschuldigen Sie …, … sind Sie mit der Definition einverstanden … jetzt wirklich, glauben Sie, dass diese Definition … … … … (unverständlich)

… glauben Sie nicht …, sind Sie aus Gütersloh?“ 

„Nein, bin ich nicht, ich bin aus Brackwede …“ 

Michael Strauß: „Aus Brackwede! Nun, ich weiß nicht, was die Menschen aus Gütersloh dazu meinen, aber, das worauf ich hinaus will, ist natürlich Folgendes meine Damen und Herren …, dass …, das hört nicht auf, das hört überhaupt nicht auf … (– weitere Besucher kommen herein –) alle Blicke sind jetzt auf Sie gerichtet, herzlich willkommen …, weil offenbar, auch was die Wissenschaften liefern, zwar sehr viele Aussagen macht, bezogen auf die reale Welt, und damit auch die reale Welt erfasst, aber – und davon bin ich tatsächlich zutiefst überzeugt – das, was uns individuell als Person ausmacht, in unserer Gefühlswelt, in der tatsächlichen Form unseres Empfindens, da reicht die Wissenschaft nicht ran, da muss die Wissenschaft vor kapitulieren. Weil sie nämlich objektive Aussagen machen muss oder objektivieren wird, während das, wie wir fühlen, wie sich die Liebe tatsächlich anfühlt, tatsächlich ein subjektives Gefühl ist. So, jetzt könnte natürlich, meine Damen und Herren, die Kunst, die Kunst könnte ja was sein, was vielleicht gerade diese Subjektivität zum Ausdruck bringt und vielleicht in irgendeiner Weise übertragbar macht, für andere verständlich macht? Ein Beispiel, was ich Ihnen geben kann, was sicherlich funktioniert, ist, stellen Sie sich vor, wir wären jetzt in einem Raum, der ist größer, mit einer wundervollen Akustik und es wäre eine begnadete Sängerin hier, die das Ave Maria intonieren würde. Ich bin sicher meine Damen und Herren, dass bei einigen von Ihnen sich die Nackenhaare aufstellen würden oder Gänsehaut sich einstellen würde und Sie wären zutiefst ergriffen,  und sprachlich, ohne dass ich es in Worte fasse, einfach so. Und tatsächlich könnte ja an diesem Beispiel – ich glaube, dass viele von Ihnen das nachvollziehen können –, ich habe zumindestens einige nicken sehen, dass an diesem Beispiel man sich vielleicht vorstellen kann, dass tatsächlich unmittelbare Emotionen durch andere Dinge als Sprache transportiert werden können.  … zum Beipiel durch die Musik …, Musik ist universell. Kann das für die Kunst auch gelten?“

Nicken aus dem Publikum. 

„Da höre ich schon das ,Ja!‘. O. K. dann mich ich Ihnen das nicht bestätigen, weil ich glaube ja, tatsächlich, mir selber ist sowas passiert, im zarten Alter von 18 oder 19 hatte ich einmal das unverschämte Glück, in Paris zu sein und Originalbilder von Vincent van Gogh zu sehen. Und ich kann Ihnen sagen, die haben mich völlig weggehauen, ich war richtig geflasht, und – soll ich Ihnen was sagen –, und in dem Augenblick war es mir völlig wurscht, ob Vincent van Gogh mir damit irgendwas sagen wollte. Das war mir völlig wurscht, weil die Bilder haben auf einer ganz anderen Ebene mich erreicht und mich berührt. Und wenn das so ist, wenn das so ist, dass Kunst auf einer Ebene, die unmittelbar das Gefühl anspricht, in dem Sinne nicht sprachlich ist – wenn Kunst auf dieser Ebene funktioniert – warum sollte dann eigentlich ein Künstler eine Aussage sprachlich formulieren, diese dann in ein Bildnis übersetzen, so dass ein Betrachter dieses Bildnis wahrnimmt, sieht, um es dann wieder in einen sprachlichen Ausdruck zurück zu übersetzen? Das ist was – meine Damen und Herren – von dem ich glaube, dass es tatsächlich nicht vernünftig funktionieren kann. Und was dazu führt, dass wir zwar Dinge wahrnehmen und ein Wahrnehmungserlebnis haben, aber, dass man, gerade wenn es in diese Aussage, in diese Deutungsebene der Kunst kommt, dass es da sehr schwierig wird und dass man da letztlich nichts sagen kann.
Natürlich – das wissen Sie alle –gibt es solche Sendungen – wie 100 Meisterwerke – inzwischen heißt sie 1.000 Meisterwerke, schon mal gesehen? Da wird natürlich sehr viel erklärt und da werden Bilder so gedeutet, dass man manchmal das Gefühl hat, warum habe ich das nicht auch gesehen? Natürlich hat man das nicht auch gesehen, weil gerade, wenn man diese Deutung hat – meine Damen und Herren – ist das so, dass sehr viel biografische Daten, Aussagen der Künstler selbst und natürlich auch Zeitgeschichtliches Inventar, was zu dieser Kunstepoche oder zu diesem Künstler gehört, mit reinzitiert werden. Das ist auch ein richtiger Ansatz, dann wenn es darum geht, kunstgeschichtlich das System der Kunst zu ordnen in dem Sinne, dass man versucht, Epochen zu definieren, und dabei muss man sich natürlich auch mit der Motivation der Künstler auseinandersetzen. Wenn Sie als Besucher aber unmittelbar vor irgendeinem Kunstwerk, irgendeiner Arbeit stehen, dann haben Sie dieses Inventar nicht. Dann müssen Sie einfach die Arbeit sehen und müssen gucken, was passiert. Das nennt man „werkimmanente Betrachtung“. Also nicht, dass Sie externe Informationen nutzen. Und – ich will das jetzt nicht zu lange ausdehnen, keine Sorge – einige scharren schon so ein bisschen mit den Hufen, oder habe ich noch Ihre Aufmerksamkeit? Doch, habe ich …, gut …, gut! Also! Deshalb will ich Ihnen noch so eine kleine Anleitung mit auf den Weg geben: Wenn Sie also ein Kunstwerk betrachten, versuchen Sie doch mal, nicht daran zu denken, was es bedeutet – so lange wie es geht – vier Sekunden vielleicht – nicht dran denken, was es bedeutet – vielleicht zehn Sekunden. Vielleicht eine Minute, wenn Sie fünf Minuten schaffen, sind Sie richtig gut! Nicht daran denken, was es bedeutet, sondern erst einmal nur: gucken! Und dann können Sie Ihre Wahrnehmung befragen: Was sehe ich eigentlich! Kommen bestimmte Teile – drängen die sich in mein Blickfeld? Fallen bestimmte Sachen zurück? Gibt es bei dem Bild vielleicht die Struktur von Raum? Gibt es vielleicht sowas wie Bewegung? … wie ein Kippen, eine Statik, eine Ruhe, eine Ausgeglichenheit, eine Harmonie? Gibt es so etwas, was ich in irgendeiner Weise über die Wahrnehmung unmittelbar ableiten kann? Wie verhält sich die Materialität? Gucken Sie sich die Figur an! Ist das …, die sieht total zerrissen aus –, die sieht eigentlich aus, als sei sie verletzt, da sind so Dinge, die jetzt direkt aus der unmittelbaren Wahrnehmung – unverständlich: (in dem Moment – … da Verletzten …) – ist schon eine Stufe höher. Das ist schon eine Assoziation. Weil, das ist nämlich die zweite Ebene, auf die Sie warten sollten: Was assoziiere ich denn? Um bei dieser Figur zu bleiben, dieser …, dieser …, das, was man assoziieren kann, haben Sie schon mal von Hagens gesehen, die Plastinate, oder Moorleichen? Das sind alles so Sachen, die so ein bisschen assoziativ in dieser Oberfläche dieses Papiers stecken können, was man sieht. Unabhängig davon, ob ich das jetzt irgendwie gemeint habe oder ob ich das jetzt nicht gemeint habe …, und wenn Sie solche Assoziationen haben, dann machen Sie für sich ein  …unverständlich … Experiment, diese in sprachliche Beziehung zu setzen – also – zwei Figuren, die vernetzt und zerrissen aussehen, fast wie Moorleichen, die einander begegnen, ist das – und jetzt könnte es um die ?innere? Deutung gehen: Bedeutet das, dass die Liebe über den Tod hinausgeht? Habe ich das gemeint? Nein, habe ich nicht gemeint! Sie können auch andere Interpretationen machen, diese Frau, die da oben sich befindet – in Verbindung mit diesem Material Papier – hat ja eine gewisse Leichtigkeit, während der Mann auf dem Boden steht – Sie können jetzt dann die Deutung da rausbringen, dass der Mann mit dem Boden verwachsen ist, während die Frau – als Wesen der Leichtigkeit sozusagen  – sich in andere Sphären bewegt. Habe ich das gemeint? Nein, habe ich nicht gemeint. Sie können natürlich noch weiter überlegen – sie können sich – der Mann ist an der Wand, mit dem Rücken an die Wand gedrückt, die Hände so ein bisschen verkrampft sehen die aus – und die Frau guckt an ihm vorbei – und er guckt sie an, die unerreichte Liebe, habe ich das gemeint? Nein, das habe ich nicht gemeint!“ 

Lacher aus dem Publikum … 

„Ja, was habe ich eigentlich gemeint? Ist hier ein Kunsthistoriker, der mir das sagen kann, was ich gemeint habe? Gestikuliert, mimt einen Kunsthistoriker: Stellen Sie sich vor: … lassen Sie mich durch, lassen Sie mich durch, ich bin Kunsthistoriker … 

Gut, insofern ist dieser Begriff – irgendwie hat es noch keine Zwischenrufe gegeben – … ist dieser Begriff „Seht doch was ihr wollt …“ – bedeutet nicht, dass wirklich – jetzt alles irgendwie zu sagen, so, als wenn ich jetzt sagen würde – ja das ist für mich der, der Urknall, der in Form einer Ejakulation stattfindet. Kann ich Ihnen sagen, dass ich den Mann angucke, genau, ja, wie der an der Wand steht – auch das unverständlich: ……… ……… … unverständlich … … … – Der ist weit entfernt von einer Ejakulation, hat nichts damit zu tun. Das wäre eine Sache, die sich nicht aus der Wahrnehmung ableitet. Das heißt, was Sie machen können ist: Erst mal gucken, das, was Sie wahrnehmen, aufnehmen und versuchen, eben auch wirklich erst mal zu empfinden und da gibt es durchaus Dinge, die wiederkehrend sind – also gerade diese Verlässlichkeit dieser Oberflächen – das ist viel gesehen worden von vielen Leuten – und wenn Sie darüber hinaus dann zu einer Deutung kommen, dann ist das wirklich ganz persönlich Ihre Sache und wenn so eine Figur oder so eine Arbeit ob jetzt Bild oder Figur, wie auch immer, dazu geeignet ist, Sie meine Damen und Herren, dazu anzuregen, genau zu gucken und dann auch sich was vorzustellen, das kann durchaus, soll auch durchaus was sein, was in Ihnen ist und was Sie darauf projizieren. Das ist gar nicht schlimm. Das ist sehr gut – völlig egal, was der Künstler dazu meint oder nicht. Dann hat die Arbeit ihren Sinn in dem Sinne erfüllt, wie sich sich an ein Publikum richten soll. Dann hat die Arbeit SIE inspiriert, Sie dazu angeregt, etwas zu sehen, etwas zu denken, vielleicht sich über Ihre eigene Situation als Mensch, als Weltbürger, oder – oder als biologisches Wesen oder vielleicht als universelles (unverständlich) Wesen in diesem Universum – in diesem wunderbaren Universum – zu definieren – und dann hat die Arbeit eben etwas erreicht, wo sowohl mit Sprache möglicherweise oder auch mit wissenschaftlicher … … unverständlich

Ach, was rede ich eigentlich. Gehen Sie in die Ausstellung und sehen Sie doch, was Sie wollen! Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!“

Applaus – Applaus … …!

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