DER LUTHER-CODE – Die Neuerfindung der Welt

DER LUTHER-CODE – Die Neuerfindung der Welt –

so nannte sich die Dokumentationsserie des Senders ARTE zum 500sten Reformationsjubiläum. Die Musik dazu schrieb der aus Gütersloh stammende George Kochbeck, Musiker und mittlerweile auch einer der gefragten Filmmusikkomponisten hierzulande. Für die Schaumburger Landeskirche machte er daraus mit vielen Mitwirkenden eine rasante, spannende und sehr sehens- und hörenswerte Veranstaltung in der Bückeburger Stadtkirche (daraus die Fotos) – wie man das ganze nun nennen kann – Oratorium, kammermusikalische Suite mit Rockanleihen oder Rock-Oper mit kammermusikalischer Besetzung (?) – sei dahingestellt. 

Alle Fotos und Text: Günter Scheding

George Kochbeck selber: „Es ist irgendwie total neu.“ Das ist es in der Tat und nicht nur deshalb sehr zu empfehlen.

Ecki Stieg moderiert die verschiedenen Musikstücke mit Texten über Liebe, Freundschaft, Vergänglichkeit, Trauer, Globalisierung, Kriege und vieles mehr. Texte von Martin Luther unterstützen die durchaus aktuellen Bezüge. Der Hamburger Sänger Axel Feige übernimmt diesen Part. Felicitas Breest singt den weiblichen Part mit einer ungeheuren musikalischen Bandbreite. 

Wie sie den doch eigentlich sehr macholastigen James-Brown-Song „It’s a man’s man’s world“ interpretiert ist sehr bemerkenswert und ausgesprochen „aufklärend..“ Und so finden sich im Programm noch einige Pop-Perlen wie „Word of a Wing“ von David Bowie, „Have a talk with God“ des Altmeisters Stevie Wonder,  Joni Mitchells wunderbares „God must be a boogie man“ oder auch „All you need is love“ der „Fab Four“ – daneben einige neue Songs, z. B das wunderbare „Kouljoum“ von Mennana Ennaoui oder auch Sabine Bulthaups „Yeah Yeah Yeah“.

Tatsächlich ein gut zweistündiges Programm, das seinesgleichen sucht.

Zu erleben am Freitag, 27.10. in SOEST, Hohnekirche – Samstag, 28.10. in MÜNSTER, Erlöserkirche und am Sonntag, 29.10. in HERFORD, Marienkirche Stift Berg, jeweils 19:00 Uhr 

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