18. September 2016 „Von Leipzig bis Bielefeld“ in der Bürgerwache

„Von Leipzig bis Bielefeld“ von Rolf Birkholz

Kontrastprogramm: Während draußen auf dem Siegfriedplatz zahlreiche Fußballfans von Arminia Bielefeld in der Nachmittagssonne noch den bitteren, in der Nachspielzeit kassierten Ausgleich zum 3:3 im Zweitliga-Heimspiel gegen Hannover 96 diskutierend zu verdauen suchten, füllten drinnen, in der Bürgerwache, Lyrikfreunde erwartungsfroh den Saal. Sie hatten nur zu gewinnen. Und schließlich blieb kein Stuhl frei, als sich dort die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. mit Stammsitz in Leipzig vorstellte.lesung_buewa_sept_16_007

Die Dichterin und Verlegerin Franziska Röchter aus Verl moderierte. Als Vorstandsmitglied der GZL und zugleich Kennerin der ostwestfälischen Lyrik-Szene war sie die Idealfrau für das Thema des in Kooperation mit dem Bielefelder Literatur-Magazin „Tentakel“, dem „chiliverlag“ und der Bürgerwache organisierten Lyrikfestivals „Von Leipzig bis Bielefeld“. Ihr Vorstandskollege Stefan Kabisch informierte über die Arbeit des Vereins, der in der Nachfolge der renommierten Reihe „Poesiealbum“ seit zehn Jahren das Anthologieprojekt „Poesiealbum neu betreibt und zudem die Gattung vor allem auch einem jüngeren Publikum nahe bringen will. In Gedichtfilmen wurden die Verbindungsmöglichkeiten von Wort und Bild vorgeführt.
Im Mittelpunkt aber standen die Lyrikbeiträge der Autoren:lesung_buewa_sept_16_021

Stefan Kabisch,lesung_buewa_sept_16_024

Jutta Pillat, die nebenbei für Leipzig warb,lesung_buewa_sept_16_029

Dieter Treeck (unter anderem mit Kaffeehaus-Erinnerungen),lesung_buewa_sept_16_030

Karin Lichtenberger-Eberling, die zudem Verse ihrer Mutter Sigrid Lichtenberger vortrug, lesung_buewa_sept_16_027

Peter Bornhöft (Verse über Leben und Tod), lesung_buewa_sept_16_033

Ralf Burnicki mit Reisegedichten und libertärer Note lesung_buewa_sept_16_032

sowie natürlich die Wortartistin Franziska Röchter.lesung_buewa_sept_16_014

Das Programm war so dicht und dabei abwechslungsreich, dass Pianist Raphael Röchter, der mit sehr hörenswerten Auftaktklängen das Niveau des Folgenden signalisiert hatte, leider etwas zu kurz kam. Am Ende währte der Lyrik-Nachmittag drei Stunden lang, immerhin zwei Fußballspiele. Rolf Birkholz

Weitere Informationen:

http://lyrikgesellschaft.de
http://www.dieter-treeck.de
http://www.suessholz-raspeln.de
 
http://www.gruenebergerlyrik.de
http://www.bi-buergerwache.de 
http://www.bi-buergerwache.de/index.php/kulturwache.html
http://www.chiliverlag.de