Nicoletta Bajohr, Künstlerin, Therapeutin: „Fange nie an, aufzuhören – höre nie auf, anzufangen…“

Beitragsbild / Titelbild Uwe Indenbirken: Der Blogger und die Künstlerin

„Fange nie an, aufzuhören – höre nie auf, anzufangen…“ Dieses Motto steht als Kernaussage, als Leitbild über den künstlerischen Werken und den vielfältigen Tätigkeiten von Nicoletta Bajohr aus Gütersloh. Sie lediglich als Malerin, als Bildende Künstlerin zu begreifen, wäre zu kurz gesprungen. Die Facetten dessen, was ihre Arbeit(en) ausmacht, sind nicht nur vielschichtig sondern auch verschiedenartig.

bajohr_014bajohr_011bajohr_008bajohr_012bajohr_024bajohr_013Sie sagt über sich selbst: „Ich male, ich bin Kunsttherapeutin, ich mache Tanztherapie und ich betreibe Körperbildarbeit, eine Art von Bodypainting. Die Kunsttherapie bietet dem Therapeuten eine unterschwellige Möglichkeit, auch ohne ein bestimmtes Thema direkt zu verbalisieren, was zum Beispiel ein Trauma ausgelöst hat, wodurch der Zugang versperrt sein kann, das Ereignis zu schmerzhaft  ist – zu weit weg oder verdrängt –, um es zu sehen, oder spüren zu wollen, mit dem Menschen liebevoll und sanft umzugehen. Die Blockierung kann langsam und behutsam gemeinsam – zum Beispiel auch anhand eines schnell gemalten Bildes – angeschaut, sichtbar gemacht werden. Neue Verhaltensmuster können Gestalt annehmen.“ 

bajohr_002 „Kunsttherapie kann aber auch einfach eine Bereicherung für den Tag sein. Spaß an Farbe, Freude zurückgewinnen, weil in jedem Mensch eine Kreativität steckt, die oft vergraben oder blockiert ist. Sein Leben zu meistern, neue Lebensentwürfe zu erstellen, bedarf immer eines hohen Maßes an Kreativität Der Bogen von einem gemalten Bild zum realen Alltag, zum Leben, ist oft kleiner, als man annimmt. So sagte Shrimad Bhagavatan: »Schöpfung ist nur das Übertragen in eine Form von dem, was bereits existiert«“ .bajohr_003

Nicoletta Bajohr: „Tanz dich frei! Improvisierter Tanz ist eine Kombination aus Tanz ohne Regeln und der Freude an Bewegung und Entspannung in Verbindung mit dem Gefühl, das einen in dem Moment des Tanzes erfüllt, und das man als Ausdruck seines Körpers in den Tanz einfließen lässt. Dabei sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Allein die Freude an Bewegung und Musik können einen Alltagsausgleich bieten, die Energien stärkend und Blockaden lösend wirken. Das Zusammenwirken von Körper und Geist verbürgt menschliche Einheit. Dabei begründet sich meine Arbeit im Wesentlichen auf folgenden Erkenntnissen: • Dass Liebe zu sich selbst, zum Nächsten, Liebe zum Da-Sein bedeutet; • dass der Mensch sich durch die Strukturelemente Zeit, Raum, Bewegung, Rhythmus und Zentrum erfährt; • dass jeder Mensch ein Künstler ist, der an der Gestaltung seines eigenen Lebens sozusagen »Hand anlegen kann« – in die Handlung kommen darf; • dass wir unsere zwei Daseinsebenen – Endlichkeit und Unendlichkeit – integrieren, um ein Ganzes zu werden.

Wer mehr wissen möchte oder Nicoletta Bajohr als Künstlerin oder Kunst-Therapeutin kennenlernen möchte, hier ihre Mailadresse (Das ist kein automatischer Link, bitte in das Mailprogramm kopieren.): manifesto@unitybox.de

bajohr_030Nicoletta Bajohr malt aber nicht nur, sie lehrt nicht nur improvisierten Tanz, sie lässt Bilder spielerisch reflektieren, indem sie ein Märchen schreiben lässt. Nicoletta Bajohr: „Lasse, ausgehend vom bekannten Märchenbeginn »Es war einmal… « einen assoziativen Fluss von Gedanken entstehen. Gedanken, die sich ganz von selbst entwickeln, wenn wir dem Stift die Erlaubnis geben, das zu schreiben, was aus ihm heraus entstehen will. Der Impuls, ein Märchen schreiben zu wollen, löst manchmal Ängste aus. Aber wenn der Malende durch den transformativen  Prozess des Malens gegangen ist, wird er schnell feststellen, dass auch das Schreiben von dieser kreativen Erfahrung genährt wird. Absichtslos und spontan ergeben sich dann Sätze wie dieser ganz von selbst: »Es war einmal ein blauer Pinselstrich… «.

Beschließen möchte ich dieses  Künstlerportrait mit einer Serie von Fotos von einer Art Mitmachabend. Die Anwesenden notierten ihre Wünsche, Ihre Hoffnungen, oder ganz einfach das, was sie gerade bewegte auf Papierschleifen und hängten sie in eine Art Wunschbaum, wo sich die Probleme transformieren und auflösen sollten…

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